CMS Relaunch

Wenn 260 Jahre Verlagstradition auf KI trifft.

Factorial begleitete den Verlag C.H.Beck beim Relaunch von beck-aktuell.

Kund*in: C.H.Beck | www.beck-aktuell.de

Laptop mit geöffneter Website von beck-aktuell mit Artikel „Wenn die mediale Welle rollt“ und Nachrichtenübersicht zu Recht, Justiz und Rechtspolitik in Deutschland

Key Outcomes

Multisite-ready

Architektur für weitere Portale

7 Monate

Kick-off bis Launch

6 Projektlose

1 Tech-Agentur mit Projekt-Lead, alle Disziplinen

Die Herausforderung

Über 25 Jahre Fachjournalismus und eine Redaktion, die nicht warten kann.

Das bestehende Portal lief auf Sitefinity, einem Enterprise-CMS, für das qualifizierte Entwicklungsressourcen im DACH-Raum kaum noch verfügbar waren. 

30.000+ Artikel mit Zehntausenden unkuratierten Tags, dutzende Rechtsgebiete und eine Taxonomie, die historisch gewachsen statt strategisch geplant war.

Mobile Ansicht der Website beck-aktuell „Heute im Recht“ mit juristischen Nachrichten, Artikelübersicht und aktuellem Beitrag zur Medienberichterstattung im Fall Ulmen

Unsere Rolle

Tech-Agentur mit Projekt-Lead über alle Disziplinen.

C.H.Beck suchte einen Partner, der das gesamte Projekt verantwortet. Factorial übernahm sechs Projektlose: UX und Design, Frontend- und Backend-Entwicklung inklusive Hosting und Betrieb, Content Migration, Content Strategy, Analytics und Dashboarding, SEO.

Der Ansatz

Vier Entscheidungen, die alles verändert haben.

Drupal statt Sitefinity. Open-Source statt SaaS.

Drupal bringt das mit, was ein Newsportal dieser Größenordnung braucht: ein ausgereiftes Redaktionssystem, eine offene API-Architektur und eine Community, die Vendor Lock-in ausschließt. Im Gegensatz zu geschlossenen SaaS-Plattformen behält C.H.Beck die volle Kontrolle über Code, Daten und Infrastruktur.

AI als Werkzeug in der Migration.

Für die Taxonomie-Bereinigung und Artikel-Kategorisierung setzten wir auf maschinelle Unterstützung. Ziel war es, den manuellen Aufwand der Migration deutlich zu reduzieren.

Technologie folgt Redaktion.

Der Editorial Workflow wurde gemeinsam mit der Redaktion entwickelt. Ressort-Struktur und Formatüberführung waren redaktionelle Entscheidungen, die im Dialog entstanden sind, nicht im Backlog.

Ein Designsystem als Fundament für Skalierung.

Um Inhalte über Formate, Kanäle und Teams hinweg konsistent zu gestalten, wurde ein modulares Designsystem entwickelt. Es definiert Typografie, Farben und wiederverwendbare Komponenten und schafft damit eine klare visuelle Sprache für „beck-aktuell“.

Das System reduziert Komplexität im Alltag, beschleunigt die Produktion und stellt sicher, dass Inhalte unabhängig vom Format immer als Teil eines zusammenhängenden Produkts erkennbar bleiben. Gleichzeitig bildet es die Grundlage für zukünftige Automatisierung und KI-gestützte Workflows.

Design-System von beck-aktuell mit Logo, Farbpalette, Typografie, UI-Komponenten, Icons, Buttons und Grid-Layout für moderne Webentwicklung

AI in der Migration

AI-gestützte Content-Migration.

Zehntausende Tags auf ~200 reduziert. In Wochen. 

Large Language Models analysierten den Inhalt jedes Artikels und identifizierten das Hauptthema. Parallel gruppierte ein ML-Algorithmus die Tags auf rund 200 Themencluster, die von der Redaktion final geprüft und verifiziert wurden.

FlowDrop Workflow-Tool zur automatisierten Content-Verarbeitung mit KI, Prompt-Templates und Taxonomie-Zuordnung
Autorenseite von beck-aktuell mit Profil von Dr. Maximilian Amos, juristische Artikel-Highlights und Inhalte zu Medizinrecht und Strafrecht

Autoren-Daten: Aus Dutzenden Formaten wird ein System.

Aus dutzenden Formaten wird ein System. Autorenangaben in dutzenden Schreibweisen wurden durch Transformations-Scripts normalisiert. Was vorher ein Freitext-Feld war, wurde zu einem strukturierten Autoren-System mit eigenen Profilseiten.

Für neue Artikel schlägt das System passende Ressorts und Tags vor. Die Redaktion bestätigt oder korrigiert. Im Redaktionsworkflow kommt außerdem das Tool FlowDrop zum Einsatz, das KI-generierte Zusammenfassungen der Artikel bereitstellt.

Darüber hinaus steht der Redaktion mit dem CKEditor Essential eine KI-gestützte Schreibunterstützung zur Verfügung, konform mit der internen KI-Richtlinie über die Azure Cloud von C.H.Beck.

Messbare Ergebnisse

In Zahlen

 

7 Monate

Kick-off bis Launch. 6 Lose, komplette Plattform-Neuentwicklung.

~200 Tags

AI-gestützte Reduktion aus Zehntausenden Tags.

Zehntausende

Artikel migriert, inkl. NJW-Magazinbeiträge, seitengenau redirected.

6 Projektlose

UX, Development, Migration, Content Strategy, Analytics, SEO.

Ressort-Struktur

Historische Formate strategisch neu geordnet.

Product Score Card

Fünf Hauptmetriken in Looker, vom ersten Tag an messbar.

Architektur

Gebaut für die Zukunft der Verlagsbranche.

Drupal auf Acquia Cloud, Fastly CDN, modulare Architektur mit Multisite-Fähigkeit.

beck_connect

Zentrale OAuth-Authentifizierung für alle Beck-APIs.

beck_verlinker

Automatische Verlinkung juristischer Referenzen per Named Entity Recognition (NER).

beck_datenschatz

Export ins Verlagssystem durch ein standardisiertes XLS-Format.

SEO Migration

Zehntausende Seiten. Null Spielraum.

beck-aktuell verfügt über ein starkes, über Jahrzehnte aufgebautes Backlink-Profil.

Diese Autorität zu bewahren war nicht verhandelbar. Jede alte URL erhält einen seitengenau zugeordneten 301-Redirect. Klare Metriken, klarer Zeitplan, klare Verantwortlichkeiten.

Laptop zeigt beck-aktuell Musterklasur „Der Ferrari und das Emoji“ mit juristischem Prüfungsschema und interaktiver Content-Darstellung

Analytics

Vom ersten Tag an messbar.

Product Score Card visualisiert im Dashboard mit fünf Hauptmetriken: Reichweite, Engagement, Technik und UX, SEO-Performance und Value.

Jeder Klick auf ein Content-Marketing-Ziel bekommt einen virtuellen Euro-Wert zugewiesen.

Dashboard mit Analytics-Zahlen.

 

Fazit

Was bleibt

Factorial und C.H.Beck haben gemeinsam eine Plattform geschaffen, die den Anforderungen einer modernen Nachrichtenredaktion gerecht wird und die Substanz von über zwei Jahrzehnten bewahrt.

Sie planen einen Plattformwechsel für Ihr Fachportal?

Legacy-Systeme, gewachsene Taxonomien, Redaktionen, die nicht warten können. Wir kennen diesen Weg.

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