E-Learning im Finanzsektor

Weiterbildung als Ort, nicht als Termin

Branche: Banking | Finanzsektor

Glasfassaden von Bürohochhäusern im Finanzdistrikt als Symbolbild für eine Lernplattform im Banking-Sektor

Eine Lernplattform zur Steigerung der Servicequalität

Gute Weiterbildung kostet Zeit und Geld — und trotzdem bekommen viele Mitarbeitende Inhalte, die an ihrer Realität vorbeigehen. Wer eine Organisation mit Tausenden Beschäftigten in ganz unterschiedlichen Rollen weiterbilden will, steht vor einer großen Herausforderung: Individualisierung für jede Zielgruppe ist teuer und langsam, ein standardisierter Kurskatalog für alle wiederum günstig, aber zu wenig auf die einzelnen Bedürfnisse zugeschnitten. Die meisten Anbieter entscheiden sich notgedrungen für die zweite Option.

Eine Auszubildende braucht allerdings andere Inhalte als eine Vermögensberaterin. Und ein Mitglied des Führungsgremiums wiederum andere. Ein klassischer Kurskatalog kann das nicht abbilden. Dafür bräuchte es im Grunde drei separate Websites, drei Redaktionen, drei Rechteverwaltungen. Aber muss an dieser Stelle jedes Mal eine neue Lernplattform gebaut werden?

Im Idealfall braucht es eine Plattform, auf der Fachabteilungen selbst neue, in sich geschlossene Lernumgebungen anlegen können — jede mit eigenen Inhalten, eigenen Zugriffsrechten und einer eigenen Community.

Weiterbildung in Präsenz: Der Standard, der Skalierung verhinderte

Das Bildungsangebot unseres Kunden aus dem Banking & Finanzsektor lief über Jahre vor allem in Präsenzformaten und Web Based Trainings — funktional, aber nicht darauf ausgelegt, mit der Organisation zu wachsen oder sich für unterschiedliche Zielgruppen individuell zusammenzustellen.

Aus der Zusammenarbeit entstand eine Plattform mit einem klaren Ziel: Mitarbeitende aus interdisziplinären Aufgabenfeldern an unterschiedlichen Punkten ihrer Karriere durch bedarfsgerechte Angebote digital zu begleiten — und zwar nicht als reine Empfänger*innen von Inhalten, sondern aktiv im Austausch mit anderen Lernenden.

Mitarbeiterin einer Bankfiliale mit Tablet in der Kundenhalle, im Hintergrund Kolleginnen in Bewegung

Drei Spannungsfelder zogen sich durch die Ausgangslage:

 

Eine Zielgruppe, viele Rollen

Auszubildende, Vermögensberatung, Führungsgremien — jede Gruppe brauchte eigene Inhalte, eigene Zugänge, eigene Sichtbarkeit von Suchergebnissen. Diese Anforderungen waren mit dem bestehenden Setup schwer abzubilden.

Anbindung an ein bestehendes System

Zugänge und Berechtigungen liefen über ein bereits etabliertes Identitäts- und Buchungssystem der Organisation. Jede neue Lernumgebung musste sich technisch daran anschließen, ohne Stammdaten doppelt zu pflegen.

Ein Produkt, kein 
Projekt

Zugänge zum Bildungsangebot werden durch den Kunden an weitere Institute im eigenen Verbund lizenziert und verkauft. Die Plattform musste daher von Anfang an so gebaut sein, dass sie mit jedem neuen Kunden mitwachsen kann, statt bei jedem neuen Institut individuell angepasst zu werden.

 

Eine Plattform aus wiederverwendbaren Lernräumen

Aus diesen drei Feldern ergab sich die eigentliche Frage. Nicht welche Inhalte die Plattform ausspielen soll, sondern wie eine Plattform Zielgruppen, Berechtigungen und weitere Institute gleichzeitig abbildet. Die Analyse der Rollen, der bestehenden Buchungs- und Identitätsstrukturen und der geplanten Lizenzierung führte auf einen Baustein, der sich beliebig oft anlegen lässt, statt auf eine Plattform, die pro Fall angepasst wird.

Gemeinsam mit dem Kunden entwickelten wir eine Learning-Experience-Plattform, die auf der Lernbar als zentralem Baustein aufsetzt: einem eigenständigen, redaktionell gestaltbaren Lernraum, den Produktmanager*innen unabhängig voneinander anlegen und pflegen können, jeweils mit eigener Community.

 

Screenshot der Lernbar-Startseite mit personalisierter Begrüßung, Lernfortschritt und Community Insights

Fünf Bausteine, die diese Architektur tragen

  1. Modulares Redaktionssystem. Statt starrer Templates arbeiten Redakteur*innen mit wiederverwendbaren Inhaltstypen — von einfachen Seiten über Akkordeons und personalisierte Begrüßungsbausteine bis zu einem Player für SCORM- und xAPI-Lerninhalte und eingebetteten Podcasts.
     
  2. Rollen- und Rechtemanagement statt Einheitszugang. Zugänge, Buchungen und Sichtbarkeit von Inhalten sind an Rollen gebunden und laufen über die Anbindung an das bestehende Identitätssystem der Organisation — Inhalte können in mehreren Lernbars gleichzeitig erscheinen, ohne dass Nutzende mehr sehen als die Bereiche, für die sie berechtigt sind.
     
  3. Community statt Einbahnstraße. Zu jeder Lernbar gehört eine eigene Community mit eigener Startseite, Moderationsfunktionen und Multi-Channel-Kommunikation über eine Mattermost-Integration — Weiterbildung wird so zu einem Ort des Austauschs, genau wie es von Anfang an das Ziel war.
     
  4. Suche, die mitdenkt. Die Suche innerhalb einer Lernbar berücksichtigt Tags und Inhaltstyp und zeigt nur die Ergebnisse, für die eine Berechtigung besteht — auch wenn der zugrunde liegende Inhalt in mehreren Lernbars gleichzeitig existiert.
     
  5. Auswertung & Analyse von Beginn an. Nutzungsdaten fließen in ein Analytics-Setup auf Basis von Google Analytics und Looker Studio, um das Angebot laufend an tatsächliche Bedarfe und das Lernverhalten der Nutzer*innen anzupassen.

Nach dem MVP-Launch wurde die Plattform kontinuierlich erweitert: eine Mediathek für verpasste oder nachzuholende Veranstaltungen, ein Chatbot, mehrsprachige Community-Funktionen und die Fähigkeit, mehrere Lernbars parallel zu betreiben — jede Erweiterung ein Beleg dafür, dass die Architektur genau das eingehalten hat, was zu Beginn das Ziel war: mit der Organisation mitwachsen zu können, ohne bei jeder neuen Anforderung neu gebaut zu werden.

Screenshot der Lerninhalte-Übersicht der Lernplattform mit Filtern für Bewertung, Kategorie und Dauer

Eine skalierbare Lernplattform in Zahlen

 

1 zentraler Baustein

Die Lernbar als wiederverwendbare Grundeinheit für Lerninhalte und Community — unabhängig gestalt- und wartbar.

8+ Inhaltstypen

Von Akkordeon über Learning Content, Podcasts, Events und personalisierte Begrüßung bis zum SCORM/xAPI-Player — modulare Bausteine statt starrer Seiten.

3 Berechtigungs-
dimensionen

Rollen, Buchung und Sichtbarkeit von Suchergebnissen greifen ineinander, abgestimmt auf das bestehende Identitätssystem der Organisation.

Mattermost-Community

Jede Lernbar bringt ihre eigene Community mit — Austausch zwischen Lernenden statt einseitiger Inhaltsvermittlung.

Mediathek

Verpasste Veranstaltungen und Inhalte sind nachträglich für Nutzer*innen verfügbar.

Chatbot

Implementierter Chatbot beantwortet wiederkehrende Fragen direkt auf der Plattform, statt jede Anfrage an den Support weiterzugeben.

Sie wollen Weiterbildung skalieren, ohne jedes Mal neu zu bauen?

 

 

Wir zeigen Ihnen in einem Discovery Workshop, wie eine Lernbar-Architektur Ihre Zielgruppen abbildet.

 

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